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Von wegen Opt-out

Vor einiger Zeit habe ich ja mal über die Praxis der Weitergabe von personenbezogenen Daten durch Meldeämter geschrieben und den OptOutDay der Piratenpartei unterstützt. Der Begriff Opt-out an sich bedeutet, dass standardmäßig Daten weitergegeben werden und der Kunde sich selbstständig darum kümmern muss, dass sich sich das ändert. Das (erstrebenswerte) Gegenbeispiel wäre Opt-in, wobei man ausdrücklich der Weitergabe von Daten zustimmen muss.

Nach meinem Umzug habe ich mich vor einigen Wochen hier in Berlin beim Einwohnermeldeamt gemeldet und wollte natürlich gleich der Weitergabe meiner Daten widersprechen. Als ich dann darauf zu sprechen kam, sagt die Mitarbeiterin, dass sie das von sich aus automatisch einträgt. Wow! Ich war ein wenig zu überrascht um nach den Hintergründen zu fragen, aber toll ist das schon. Es könnte eigentlich überall so sein, dann bräuchten wir auch keinen OptOutDay mehr.

2 Kommentare

  1. Daniel sagt:

    Hey, das war meines Wissens auch schon immer so. Immer wenn ich mich angemeldet habe, wurde mir ein Formular vorgelegt, wo ich unterschreiben und der Weitergabe meiner Daten explizit zustimmen konnte. Den Wisch habe ich nie unterschrieben und einmal meinte die Beamtin auch zu mir “sie könne sich auch nicht vorstellen, warum jemand der darüber nachdenkt, das unterschreiben sollte”.
    Von daher alles Humbug mit diesem OptOutDay, nette Aktion um Aufmerksamkeit zu schaffen, wer aber eh immer schaut was er unterschreibt brauch nichts out-opten.

  2. Dahie sagt:

    Das blöde war, dass ich zumindest von der SPD trotzdem mehrmals Post (einmal 2 in der gleichen Woche) bekommen hab. Halt nicht an mich gerichtet, sondern pauschal einmal in jeden Briefkasten. Naja, schwamm drüber, wer einnert sich heute schon noch an die SPD…

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