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Leben und Programmieren in der Bundeshauptstadt

10
April
2021

Akkus tauschen im Remington MB320C





Remington MB320C in Einzelteilen

Remington MB320C in Einzelteilen

Seit mehreren Jahren nutze ich den Remington MB320C als Barttrimmer und während des Lockdowns sogar mehr oder weniger erfolgreich zum Haare schneiden. Das Gerät funktioniert immer noch wunderbar – allerdings nur am Netzteil, denn die Akkus halten mittlerweile nur noch wenige Sekunden durch. Auch wenn das Gerät nicht offiziell für einen Akkutausch gedacht haben ist, haben sich zum Glück schon vor mir pfiffige Leute mit diesem Problem beschäftigt.

Es gibt einige passende Anleitungen, zum Beispiel kompakt und auf Deutsch, aber auch umfangreich auf Englisch und sogar als Video vom eher verzweifelten Auseinanderbauen des Trimmers. Man muss bei den Anleitungen etwas aufpassen, denn nicht immer handelt es sich um die gleichen Geräte und auch das Innenleben kann sich dadurch etwas unterschieden (beispielsweise die Art der Akkus und deren Verbindung mit der Platine). Der für mich schwierigste Schritt war des Auseinandernehmen der zwei schwarzen Korpusteile, nachdem alle anderen äußeren Teile entfernt waren. Von außen ist es nicht sichtbar, aber beide Teile haben jeweils zwei Haken und und Laschen, die ineinander einrasten und alles ziemlich fest verbinden. Beginnend vom Scherkopf oben ließ sich mit viel Probieren und wohldosiertem Krafteinatz aber schließlich alles komplett auseinandernehmen.

Plastikhaken/-laschen an den schwarzen Korpusteilen

Plastikhaken/-laschen an den schwarzen Korpusteilen

Bei komplett geöffnetem (und gesäubertem) Gehäuse habe ich festgestellt, dass sogar ausreichend Platz für zwei Mignonzellen (AA/HR6) ist. Allerdings wird es dann vermutlich wirklich eng für die noch zu verlötenden Kabel. Ich bin daher bei den schon vorher besorgten NiMH-Microzellen (AAA/HR03) geblieben, die mit jeweils 1000 mAh auch zahlenmäßig mehr Power haben als die werkseitig verbauten Zellen mit nur 730 mAh. Wichtig: Akkus mit Lötfahnen nehmen, idealerweise ein in Reihe geschaltetes Zweier-Pack. Denn wenn man die Kabel direkt an normale Akkus ohne Lötfahnen lötet, können diese durch die Hitze beschädigt werden.

Theortisch ist Platz für Mignon- statt Microzellen

Theoretisch ist Platz für zwei Mignonzellen

Das Verlöten der neuen Akkus hat geklappt und der Zusammenbau ging sehr viel schneller als das Auseinandernehmen. Auf doppelseitiges Klebeband für die silbernen Seitenteile habe ich dabei verzichtet, auch ohne halten die bisher problemlos. Jetzt ist mein Barttrimmer quasi generalüberholt und hat auch wieder genügend Akkukapazität für mehrere kabellose Rasuren – Nachhaltigkeit durch eigene Reparatur.

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